Kurze Geschichte der Burg


Burg Riffenberg um 1600

1331:  Die Burg Reifenberg, in ältester Schreibweise "Riffenberg", wird erstmals urkundlich erwähnt. Ihre Erbauung lag zu diesem Zeitpunkt vermutlich schon mehr als hundert Jahre zurück. Einige Hinweise führen sogar auf einen Baubeginn im zehnten oder elften Jahrhundert zurück. Die Burg gehörte dem Geschlecht der Riffenberger, die mit den Hattsteinern verwandt waren. Möglicherweise wurde die Burg errichtet, weil die ca. 1,5 km Luftlinie entfernte Burg Hattstein zu klein geworden war.

1400: Die Bewohner der Burg waren in zahlreiche Fehden verwickelt, bei denen sie sich unterstützt durch wechselnde Verbündete mit den bei Königstein ansässigen, mit Falkenstein und Kronberg, der Reichsstädte Frankfurt und Mainz bekriegten. Auch zwischen den verschiedenen Linien der Riffenberger fanden Kämpfe statt. So eroberten die Bewohner der Burg Riffenberg während der von 1428 bis 1435 andauernden "Hattsteiner Fehde" zusammen mit Frankfurt und Kurmainz im Jahre 1432 die Burg Hattstein und zerstörten sie im Jahr 1467 sogar.

1560: Friedrich von Riffenberg aus der Well-Linie (westwälder Linie) eroberte die zur Wetterau-Linie der Riffenberger gehörende Burg Riffenberg. Im Jahr 1587 ließ er sie niederbrennen. Die Burg wurde wiederhergestellt, war allerdings während des Dreißigjährigen Krieges erneuten Zerstörungen ausgesetzt.

1632: Der letzte Ritter von Reifenberg (Riffenberg) Philipp Ludwig verlor die Burg zeitweilig an die Schweden und ab 1644 an die kaiserlichen Truppen. Im Jahr 1646 wurde die Burg zerstört. Erst nach dem Westfälischen Frieden erhielt Philipp Ludwig die Burg zurück und ließ sie wieder herrichten.

1686: Mit Philipp Ludwigs Tod erlischt das Geschlecht der Riffenberger auch in der Wetterau-Linie, nach dem die Weller-Linie bereits 1665 ausgestorben war. Philipp Ludwigs Schwager, der Graf Johann Lothar Walbott von Bassenheim erbte die Burg Riffenberg.

1689: Im französisch pfälzischen Krieg wurde die Burg endgültig zerstört.